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Allgemeine Informationen

Allgemein

Wer einen Studienaufenthalt im Ausland plant, egal ob Studium oder Praktikum, sollte sich frühzeitig - möglichst bereits ein Jahr im Voraus - informieren und folgende Fragen klären: Welche Hochschule, in welchem Land kommt in Frage? Welche sprachlichen und fachlichen Voraussetzungen muss ich mitbringen? Wie und wann muss ich mich bewerben? Welche Förderungsmöglichkeiten gibt es? Brauche ich ein Visum, Zusatzkrankenversicherung? Welche Leistungen werden an der Heimathochschule anerkannt?

Ein Semester im Ausland ist mittlerweile fester Bestandteil fast jedes Studiums, denn Auslandserfahrung ist bei Bewerbungen später nicht nur ein Plus, sondern oft ein Muss. Wer sich zu diesem Schritt entschieden hat, sollte sich Gedanken über den richtigen Zeitpunkt machen.

Zur Orientierung

Außer auf unserer Homepage finden Sie auch in der Bibliothek in der SUPRATHEK Erfahrungsbericht zurückgekehrter Studierender und Infomaterialien unserer Partnerhochschulen. Weitere wichtige Informationen finden Sie über die Liste der Partnerhochschulen auf der Homepage. Kommen Sie zu den „Go-out-Tagen“ und zu unseren regelmäßigen Gruppenberatungen: Jeden letzten Mittwoch im Monat, 13 – 14h, Raum 1/311, sollten Sie dann noch Bedarf für eine individuelle Beratung haben, können Sie in unsere Sprechstunde kommen.

Der richtige Zeitpunkt

Der richtige Zeitpunkt hängt von den Vorgaben in Ihrem Studiengang und dem Kursangebot an der Partnerhochschule ab. Der Auslandsaufenthalt ist frühestens nach dem Grundstudium möglich. In einigen Studiengängen (Architektur und Innenarchitektur) kann das Praxissemester auch an einer ausländischen Hochschule verbracht werden und es kann in einigen Fällen (BWL) in den letzen beiden Semester ein Doppelabschluss erworben werden. Erkundigen Sie sich vorab in Ihrem Studiengang oder dem Akademischen Auslandsamt. Unterschätzen Sie keinesfalls die Bedeutung fremdsprachlicher Anforderungen: Je früher Sie die Zielregion festlegen, desto länger und intensiver können Sie sich sprachlich vorbereiten, etwa durch Sprachkurse beim IFF oder finanziell geförderten Sommersprachkursen an Hochschulen weltweit.

Bewerbungsverfahren

  • Interne Bewerbung um Studienplatz an einer Partnerhochschule durch Abgabe von Lebenslauf auf Deutsch, Notenspiegel, Vordruck Bewerbung für ein  Auslandsstudium und bei Architekturstudierenden ein Portfolio im AAA.
  • Nach Auswahl durch das AAA bzw. den Studiengang werden Ihnen die jeweiligen Bewerbungsunterlagen der Gasthochschule und Stipendieninformationen ausgehändigt.
  • Diese Unterlagen bestehen i.d.R. aus
    • Student Application Form
    • Learning Agreement
    • Transcript of Records
  • und werden an die Gasthochschule geschickt.
  • nach Erhalt einer Zulassung von dort und des von der Gasthochschule unterschriebenen Learning Agreements wird die erste Rate des ERASMUS Zuschusses (80%) ausgezahlt, bei Aufenthalten in Nicht-EU Ländern wird dann ein eventuelles Stipendium gezahlt.
  • Nach Ende des Auslandssemesters ist der Studierende verpflichtet
    • einen Leistungsnachweis der Gasthochschule vorzulegen
    • ein „confirmation of study“ vorzulegen
    • einen ERASMUS-  bzw. allgemeinen Erfahrungsbericht zu erstellen
    • (alle Architekturstudierenden sind verpflichtet am ERASMUS Tag der HFT Stuttgart teilzunehmen um den Auslandsaufenthalt anerkannt zu bekommen).

Bewerbungen um einen Platz an einer Partnerhochschule müssen beim Akademischen Auslandsamt zu folgenden Terminen abgegeben werden:

  • spätestens zum 15. September für das darauf folgende Sommersemester
  • spätestens zum 01. März für das darauf folgende Wintersemester

Finanzierung

Die gute Nachricht vorneweg: Durch die Austauschbeziehungen fallen an Partnerhochschulen i.d.R. keine Studiengebühren an.  Stipendien gibt es von der EU, von nationalen Einrichtungen, und von privaten Stiftungen. Mehr Informationen dazu unter dem Punkt „ERASMUS“ und „weitere Fördermöglichkeiten“.

Trotzdem sollten Sie  mit vermehrten Ausgaben rechnen. Es fallen auf jeden Fall Reise- und Lebenshaltungskosten sowie Kosten für eine Wohnung, die je nach Land und Region variieren. Möglicherweise fallen auch Kosten für Kauf oder Anmietung eines Autos, Bücher, Ausflüge und Reisen im fremden Land an. Hinzu kommen Ausgaben für sonstige Dinge, die man nicht aus der Heimat mitbringen konnte. 

Studierende die ihr Auslandsstudium auf eigene Faust planen (Free Mover), können  nicht auf das Partnernetzwerk der Heimathochschule zurückgreifen, sondern müssen ggf.  Studiengebühren an der Gasthochschule zahlen.

Neben einer ausreichenden finanziellen Versorgung sollte auch an den sicheren Transfer von Geld gedacht werden. Klassisches Mittel sind Kreditkarten, die von vielen Privatanbietern zu unterschiedlichen Konditionen angeboten werden. Für Studierende, die sich länger im Ausland aufhalten, lohnt sich oft auch die Eröffnung eines Kontos vor Ort.

Anerkennung von Leistungen

Ein Studium im Ausland bringt nicht nur Einblicke in andere Kulturen und eine Abwechslung vom studentischen Alltag. Es werden auch akademische Leistungen erbracht, die teilweise an  der Heimathochschule anerkannt werden können.

Um hier keine unliebsamen Überraschungen zu erleben ist eine genaue Planung notwendig. Ein Blick auf den Kursplan der jeweiligen Partnerhochschule ist dabei selbstverständlich. Wenn es in Ihrem Fachbereich und für die gewählte Partnerhochschule kein "festes" Learning Agreement gibt, stellen Sie sich auf Grundlage des Kursplanes der jeweiligen Partnerhochschule ein Learning Agreement zusammen, das dann mit dem zuständigen Auslandsbeauftragten rechtzeitig abgeklärt wird.

In der Praxis gibt es dennoch ab und zu Probleme, wenn z. B. Kurse nicht angeboten werden, die im Voraus festgelegt waren. In Abstimmung mit den Auslandsbeauftragten wählen Sie dann vor Ort einen anderen Kurs aus.

Praktikum

Erfahrungen sammeln im Ausland - ein Auslandspraxissemester verlangt meist einen größeren organisatorischen Aufwand und einen entsprechenden zeitlichen Vorlauf - planen und informieren Sie sich rechtzeitig. Auslandserfahrung ist bei Bewerbungen später nicht nur ein Plus, sondern oft schon ein Muss.

Sie können entweder ihr Pflichtpraktikum oder ein freiwilliges Praktikum während eines Urlaubssemesters absolvieren. Die Vorteile sind die gleichen: Praktika wirken sich bei der späteren Stellensuche positiv aus. Außerdem können Kontakte in die Wirtschaft und zu potentiellen Arbeitgebern geknüpft werden. Übrigens ist auch nach dem Abschluss des Studiums in vielen Ländern ein Praktikum noch möglich.

Für Auslandspraktika gibt es keine Bewerbungsfristen an der HFT Stuttgart, wohl aber für eventuelle Stipendien. Auch hier gilt es sich frühzeitig zu kümmern.

Die Bachelor-Studiengänge sehen ein Pflichtpraktikum im Studienplan vor. In der Regel muss eine gewisse Prüfungsleistung erbracht sein, bevor das Praxissemester begonnen werden kann.

Es ist sinnvoll, frühzeitig mit der Suche nach einer Praktikantenstelle im Ausland zu beginnen. Adressen von Firmen und Institutionen in verschiedenen Ländern,  bekommen Sie im Moodle unter "Praktikantenamt" und im AAA. Oft erhalten Sie auch Informationen von Professoren und Kommilitonen, die schon ein Praxissemester im Ausland absolviert haben.

Kurzprogramme

Das AAA organisiert vierwöchige Sprach- und Kulturprogramme in den Kulturräumen Europa, Ostasien und Orient. Sie finden in Kooperation mit unseren Partnerhochschulen in Malaga, Taipei und Shanghai während der Semesterferien statt.

Diese Programme sollen nicht längere Auslandsaufenthalte ersetzen, sondern Sie motivieren in nicht-europäische Sprachen „einzusteigen“ und  Ihnen ein Grundwissen eines bedeutenden Kulturraums vermitteln. 
Gerne können Sie bei der Gelegenheit darüber nachdenken, ob Sie nicht ein einsemestriges Studium an unseren Partnerhochschulen wagen möchten.

Rückmeldung und Urlaubssemester

Studierende, die ein Studiensemester oder Praktikum im Ausland absolvieren, müssen eingeschrieben sein und sich termingerecht zurückmelden.

Studierende, die länger als ein Studiensemester im Ausland verbringen, sollten das Studierendensekretariat oder ihre Fakultät kontaktieren, um zu klären, ob das 2. Semester als Urlaubssemester beantragt werden sollte.
Ein Urlaubssemester wird nicht auf die Höchstdauer des Studiums angerechnet, eine Anrechnung der im Ausland erbrachten Leistungen ist dennoch möglich.

Versicherungsschutz

Viele Versicherungen gelten nur im Inland bzw. nur für wenige Wochen im Ausland, weshalb vor einem Auslandsaufenthalt unbedingt der Versicherungsschutz geprüft werden muss. Der DAAD (Deutscher Akademischer Austausch Dienst) bietet allen Studierenden den Abschluss von kombinierter Kranken-, Unfall- und Haftplichtversicherung für ihre Auslandsaufenthalte an: www.daad.de

Krankenversicherung

Mit fast allen europäischen Ländern besteht ein Sozialversicherungsabkommen, wodurch ein bestimmter Prozentsatz der Krankheitskosten von der deutschen Krankenkasse übernommen wird. Welche Länder dies sind, muss über die jeweilige Krankenkasse erfragt werden. Vor der Abreise muss sich der Studierende die für die EU geltende Europäische Versicherungskarte bei seiner Krankenkasse besorgen.

Sollte jedoch, z.B. wegen eines Unfalls im Ausland, ein Rücktransport nach Deutschland benötigt werden, so werden diese Kosten nicht von der Krankenkasse übernommen. Deshalb sollte erwogen werden, eine private Auslands-Krankenversicherung abzuschließen.

Falls kein Sozialversicherungsabkommen besteht – in der Regel sind dies alle außereuropäischen Länder – muss auf jeden Fall eine private Krankenversicherung abgeschlossen werden.

Unfallversicherung

Es ist möglich, dass der ausländische Arbeitgeber den Studierenden bei seiner Unfallversicherung anmeldet (freiwillig oder aufgrund von zwingenden Rechtsvorschriften), darauf verlassen sollte sich allerdings niemand.

Haftpflichtversicherung

Auch im Ausland gilt die Regel, dass derjenige der einen Schaden verursacht, auch für diesen aufkommen muss. Somit sollte auch hier geprüft werden, ob die eigene Haftpflichtversicherung auch im Ausland besteht.

Geklärt werden muss, ob Schäden die ein/e Praktikant/in während eines Praktikums verursacht, von dem Betrieb bzw. von der Einrichtung getragen werden. Ist dies nicht der Fall, ist der Abschluss einer privaten Haftpflichtversicherung bzw. einer zeitlich befristeten Berufshaftpflichtversicherung anzuraten.

Einige Versicherer, z.B. die Debeka bieten einen ergänzenden Krankenversicherungsschutz für ausbildungsbedingte Auslandsaufenthalte an. Es sollte aber auch hier überprüft werden, ob der Arbeitsplatz im Versicherungsschutz mit einbezogen ist.

Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis

Innerhalb der Europäischen Union wird keine Arbeitserlaubnis benötigt, jedoch muss spätestens nach drei Monaten eine Aufenthaltserlaubnis beantragt werden. Die Partnerhochschule oder der Arbeitgeber können die entsprechende Behörde im Ausland nennen.

Aktuelle und umfassende Informationen über alle Länder gibt es über das Auswärtige Amt.

Visa/ Arbeitsgenehmigung

In EU-Ländern wird lediglich einen Personalausweis bzw. Reisepass benötigt. Meist ist eine Anmeldung bei den örtlichen Behörden notwendig. Dort muss nachgewiesen werden, dass man an der ausländischen Hochschule eingeschrieben ist und dass man krankenversichert ist. Außerdem muss eine Erklärung abgegeben werden, dass man für seinen Lebensunterhalt aufkommen kann. Danach wird eine Aufenthaltsgenehmigung für die Dauer des Studienaufenthalts erteilt.

In Nicht-EU-Ländern wird zur Einreise ein Studierendenvisum bzw. für Praktika in der Regel ein Arbeitsvisum benötigt. Das Visum muss rechtzeitig beantragt werden. Informationen über die jeweiligen Visabestimmungen sind bei den Vertretungen der Länder in Deutschland anzufragen. Adressen bzw. Homepages aller Ländervertretungen sind über das Auswärtige Amt zu finden.

Spezielle Anforderungen gelten für die USA und Kanada:
Diplomatische Vertretung der USA
Botschaft von Kanada in Berlin

Sprachtest

In den seltensten Fällen wird ein Sprachtest verlangt. Sollte ein Sprachtest nötig sein, können Sie an der HFT einen kostenlosen DAAD Sprachnachweis erbringen. Zur Vereinbarung eines Termins wenden Sie sich bitte an Andrea Brückner im Fremdsprachenzentrum Fremdsprachen@hft-stuttgart.de.

Der TOEFL-Test ist ein standardisierter amerikanischer Test, der die Sprachfähigkeiten prüft. Dem „multiple-choice“-Englischtest ist ein 30-minütiger Aufsatz zu einem vorgegebenen Thema vorgeschaltet, dem Test of Written English. Der Test ist obligatorisch für das Studium in Nordamerika, wird aber inzwischen auch in anderen englischsprachigen Ländern als ausreichender Nachweis der Sprachfähigkeiten anerkannt. Oft wird auch der IELTS-Test des British Council akzeptiert.