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Labor für Geotechnik

Labor für Geotechnik

Räume 3/320 und 3/021

Laborleitung

Prof. Dr.-Ing. Thomas Benz
Telefon +49 (0)711 8926 2835
Telefax +49 (0)711 8926 2913
t.benz@hft-stuttgart.de

Mitarbeit

Falk Stephan
Telefon +49 (0)711 8926 2545
Telefax +49 (0)711 8926 2913
falk.stephan@hft-stuttgart.de

Allgemeines

Das Labor für Geotechnik verfügt über alle Einrichtungen und Geräte, um die im Erd- und Grundbau üblichen, dem aktuellen Normungsstand entsprechenden bodenmechanischen Versuche ausführen zu können. Standardversuche zur Klassifikation und zur Bestimmung einfacher Zustandsgrößen sowie für die Qualitätskontrolle von Erdstoffen können durch Studierende bearbeitet werden, was insbesondere im Rahmen der Lehrveranstaltung Bodenmechanik und Erdbau des Studien-gangs Bachelor Bauingenieurwesen intensiv genutzt wird. Des Weiteren werden praktische Grundkenntnisse der experimentellen Bodenmechanik in entsprechenden Lehrveranstaltun-gen der Bachelor¬studiengänge Infrastruktur-Management, Wirtschaftingenieurwesen sowie Architektur im Labor vermittelt. Die Laborausstattung erlaubt es in bis zu 8 parallelen Grup-pen Wassergehalte, Fließ- und Ausrollgrenzen, Körnungslinien durch Siebung und Schläm-mung, sowie die lockerste und dichteste Lagerung selbst zu bestimmen und Proctorversuche durchzuführen.

Außerdem werden die gängigen Methoden zur Bestimmung der Festigkeit, Verformbarkeit und Durchlässigkeit von Böden praxisnah anhand von Originalproben behandelt. Der Ver-suchsstand für Triaxialversuche ermöglicht die normgerechte Durchführung von weggesteu-erten sowie auch kraftgesteuerten CU-, UU- und CD-Versuchen als auch das Aufbringen von zyklischen Beanspruchungen. Zusätzlich steht ein prozessgesteuertes Triaxialgerät für die Durchführung von Ruhedruckversuchen zur Verfügung. Rahmenscherversuche können mit Probengrößen von 6 cm x 6 cm oder auch als Großrahmenscherversuche mit Proben-größen von 30 cm x 30 cm durchgeführt werden. Das Großrahmenschergerät eignet sich insbesondere für die Untersuchung des Scherverhaltens am Übergang von Geokunststoffen zu Böden oder anderen Materialien. Das Labor verfügt über ein eigenes Plattendruckgerät, das über eine entsprechende Einrichtung im Innenhof der HFT im Originalmaßstab vorge-führt werden kann. Im Oedometerstand können 3 Proben mit Durchmessern bis 7 cm paral-lel belastet werden. Hierzu steht eine moderne Steuerungs- und Auswertesoftware zur Ver-fügung. Zur Bestimmung der Durchlässigkeit sind sowohl ein einfaches Standrohrgerät als auch steuerbare Druckzellen für konstante Druckgefälle vorhanden. Diese hochwertigen, dem neuesten Stand der Technik entsprechenden Versuchsanlagen spielen auch eine zentrale Rolle bei den Lehrveranstaltungen des Masterstudiengangs Grundbau/Tunnelbau sowie bei der Anfertigung von Abschlussarbeiten (Bachelor- und Mas-terthesen), wobei hier sowohl Themen direkt aus der Baupraxis als auch wissenschaftliche Fragestellungen bearbeitet werden. Neben Arbeiten mit experimentellem Schwerpunkt hat auch die Versuchstechnik zur Parameterbestimmung für rechnerorientierte Arbeiten eine besondere Bedeutung. Die besonderen geologischen Gegebenheiten der Region einerseits und die Einrichtung des Masterstudienganges Grundbau/Tunnelbau andererseits waren Anlass, auch die felsme-chanische Versuchstechnik in das Labor mit einzubeziehen. Ebenso konnte, auch vor dem Hintergrund der gewachsenen Bedeutung der so genannten „Beobachtungsmethode“, mit einigen Geräten und Versuchsständen für die Bauwerks- und Feldmesstechnik eine wichtige Erweiterung des Laborspektrums realisiert werden. Schließlich befindet sich im Labor noch eine beachtenswerte Gesteinssammlung, die in den Lehrveranstaltungen der Ingenieurgeo-logie regelmäßig zum Einsatz kommt.

Das Labor ist – neben seiner Hauptaufgabe Lehre innerhalb der Geotechnik –regelmäßig an Untersuchungen für konkrete Baumaßnahmen beteiligt, wobei hier oft Sonderversuche wie beispielsweise Großscherversuche oder Ruhedruckversuche gefragt sind.

Versuche aus dem Leistungsangebot des Labors

  • Bestimmung des Wassergehaltes
  • Kornverteilungsanalyse (Siebung, Sedimentation; Laserbeugung)
  • Bestimmung der Plastizitätsgrenzen nach Atterberg
  • Bestimmung der Wasseraufnahme nach Enslin/Neff
  • Bestimmung des Kalkgehaltes
  • Dichtemessung (Labor/Feld)
  • Dichteste/lockerste Lagerung
  • Proctorversuch
  • Oedometerversuch
  • Einaxialer Druckversuch
  • Direkter Scherversuch (Rahmenscherversuch, Abmessungen: 63/63 mm, 100/100 mm und 300/300 mm)
  • Triaxiale Scherversuche (Durchmesser d = 36, 50, 100 mm) im Standardgerät oder für spezielle Spannungspfade im „GDS“-Triaxgerät
  • Bestimmung des Reibungsverhaltens von Geokunststoffen
  • Bestimmung der Zugfestigkeit von Geokunststoffen
  • Bestimmung der Wasserdurchlässigkeit
  • Plattendruckversuch (statisch und dynamisch)
  • CBR-Versuch (statisch und dynamisch)
  • Rammsondierung
  • Punktlastversuch

Die Versuchsdaten werden weitgehend elektronisch erfasst und ausgewertet.